Tour 09 Neuland, Junkernfeld und Winsener Marsch

KARTE Tour 09

Start: Geesthacht, Parkplatz an der Schleuse Gesamtlänge: 70,7 km

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detaillierte Wegbeschreibung

Teil 1: Auf dem Elberadweg nach Hoopte, über Geestwiesenweg, Achterdeich ins Junkernfeld, weiter zum See im Großen Moor (35,4 km) Teil 2: Vom See über das Junkernfeld, den Elbdeich, Geestwiesenweg, Radfernweg HH-Schnackenburg nach Geesthacht (35,3 km)

Die Strecke
Die Tour ist sehr autoarm (weitgehend Anliegerverkehr oder gänzlich autofrei). An der Elbuferstraße zwischen Laßrönne und Hoopte und zwischen Over und Hoopte werden Sie auf Radwegen an der Elbuferstraße geführt.
Der Weg ist asphaltiert (betoniert) bis auf 400 m vor der Elbuferstraße bei Laßrönne (Lochpflaster), einen kurzen Teil des Weges zwischen Geestwiesenweg und Achterdeich, den Anfang des Weges "An der Seeve" im Junkernfeld und den Weg direkt am See im Großen Moor.

Was Sie erwartet
Entlang des niedersächsischen Elbdeichs zwischen Rönne und Hoopte und am Seevesiel haben Sie immer wieder einen schönen Ausblick auf die Elbe und das gegenüberliegende Ufer.
Der weitere Weg zum Junkernfeld führt durch schöne Gegenden. Zunächst fahren Sie an Obstbaumplantagen vorbei (Elbeobst), radeln dann an Feldern entlang mit vielen Knicks und alten Eichen und erreichen schließlich mit dem Achterdeich und dem Wuhlenburgdeich ein sehr wasserreiches Gebiet mit vielen kleinen und größeren Teichen und dem Mühlenbach, auf denen wir viele See- und Teichrosenblätter entdeckten und zahlreiche Reiher, die auf Beute warteten. Im Juni werden diese Gewässer z.T. von Blüten übersät sein.

Die Untere Seeveniederung und das Junkernfeld sind Naturschutzgebiete. Besonders das Junkernfeld ist unter Botanikern berühmt, da hier das deutschlandweit größte Schachblumenvorkommen existiert, das die Wiesen gegen Ende April und im Mai dunkellila färbt. Wir haben nach Pfingsten vom Weg aus keine Schachblumen gesehen, die Wiesen waren durch das Rosa des Knöterichs und das Gelb vom Hahnenfuß trotzdem wunderschön gefärbt. 2006 dagegen waren etwa zur selben Zeit im Mai die Wiesen rechts vom Weg z. T. voller Schachblumen. Es wurde sogar ein kleiner Steg eingerichtet, von dem aus man die Pflanze aus der Nähe betrachen kann, ohne sie zu zertreten. Auf den Wänden des Beobachtungsturms am Junkernfeldsee kleben Plakate, die Sie genau über die Vögel des Junkernfeldsees und auch über die Schachblume informieren.
Infos + detaillierte Karten zur Schachblume von Natur erleben in Niedersachsen (externer Link).
Der Junkernfeldsee ist übrigens durch den Bau des Rangierbahnhofs Maschen entstanden, den Sie aus der Ferne von der Brücke beim Bahnhof Maschen sehen können (Abstecher).

Wenn Sie auf der Hintour vom Junkernfeld zum Bahndamm von Maschen radeln, kommen Sie an einer historischen Erdölpumpe vorbei. Tafeln informieren Sie genauer über den Weg des Erdöls von der Förderung bis zum Endverbraucher und über den Erdölförderbetrieb Stelle. Die Lagerstätte entstand vor ca. 170 Millionen Jahren. Zwischen Juni 1957 und Ende April 1993 hat man aus einer Tiefe von durchschnittlich 1800 m etwas über 2 Millionen Tonnen Reinöl gewonnen. Solche Pferdekopfpumpen können Sie auch am Marschenbahndamm bei der Tour 2 sehen, allerdings ohne Informationstafeln.

Während der Junkernfeldsee ein Vogelschutzgebiet ist, können Sie im See im Großen Moor baden.
Auch die Rückfahrt nach Geesthacht ist von viel Natur und kleinen, hübschen Ortschaften geprägt.