Der Bau in früheren Zeiten

Die Sankt Salvatoriskirche liegt im ältesten Teil Geesthachts. Von dort hat man einen Blick über die neue Hafenbrücke zur Elbe. Sie liegt in dem Gebiet, das durch das Projekt Geesthacht-an-die-Elbe umgestaltet wird. Anfang des 20. Jh. kamen Überlegungen auf, die alte Kirche von 1685 durch einen modernen, größeren Bau zu ersetzen. Der Plan war glücklicherweise nicht finanzierbar. Sonst hätte Geesthacht eines seiner wenigen alten Gebäude verloren, die die schlimmen Brände von 1887 und 1928 noch übrig gelassen hatten. 1928 wurde auch das Pastorat ein Opfer der Flammen. Zu der Zeit war allerdings schon das neue Pastorat an den nördlichen Teil der Kirche angebaut worden. Viel zu groß für die kleine Kirche, aber man hatte mit ihr ja andere Pläne gehabt.

     
 
     

Die beiden Vorgängerinnen der heutigen Kirche waren dagegen kein Opfer eines Brandes geworden, sondern der Zerstörungskraft der Elbe. Die erste Kirche stand noch an einem Ort, wo heutzutage die Elbe ihr Bett hat. Deichbaumaßnahmen zwischen 1230 und 1258 hatten zur Folge, dass sich die Elbe einen neuen Weg suchte und den alten Ort Hachede teilte. Die 2. Kirche musste 1683 auch aufgegeben werden, als die Eisschollen so stark gegen das Geesthachter Ufer stießen, dass auf der Südseite des Kirchhofs schon Gräber zerstört wurden und die Leichen in die Elbe trieben. Nach dem Ausräumen des Inventars wurde die Kirche abebrochen, mit dem Neubau auf einem sicheren Hügel konnte aber erst im Frühjahr 1685 begonnen werden. Zu der Zeit hatte Geesthacht nur noch etwa 300 Einwohner. Die Finanzierung war sehr schwierig. Da ein Massivbau zu teuer war, errichtete man mit den alten Ziegelsteinen eine Fachwerkkirche. Sie erhielt einen hölzernen Glockenturm. Die große der 3 Glocken stammt nach neueren Forschungen wohl aus der Zeit um 1360, die beiden anderen von 1959.