Schleusenkanal und Hafen Geesthacht

links Schleusenkanal, rechts Hafen

allgemeine Informationen

Das Stauwehr mit Schleusenkanal quert die Elbe auf 220 m. Die 2 km lange Elbbrücke, die Sie auf den Radtouren Richtung Niedersachsen überqueren, wurde 1966 für den Verkehr freigegeben. 11 Jahre war in Geesthacht auf aufeinander abgestimmten Großbaustellen gegraben und betoniert worden, bis Mitte 1966 das Pumpspeicherwerk, die Staustufe, die Schleuse mit dem Schleusenkanal und die Elbbrücke fertig gestellt waren.
Zu Beginn dieses Jahrtausends ist es nun das Projekt Geesthacht-an-die-Elbe, das, sollte es so wie geplant realisiert werden, das Bild Geesthachts verändern wird, wenn auch längst nicht in dem Maße wie die Bauprojekte in den fünfziger und sechziger Jahren des letzen Jahrhunderts.
Geesthachts Hafen galt ab 1868 als der beste Winterhafen an der Unterelbe. Aber, obwohl 1913 eine Werft gebaut wurde, nahm seine Bedeutung stark ab, u.a., weil die Sprengstofffabriken in Düneberg und Krümmel eigene Hafenanlagen gebaut hatten. 1993 wurde der Hafen Geesthachter Eigentum. Der Hafen erstreckt sich von dem Geesthachter Freibad an der Elbuferstraße, Einmündung Sielstraße bis auf Höhe Wärderstraße. An der Spitze der Halbinsel (das Foto oben entstand dort) zweigt die Einfahrt zum Hafen (rechts) vom Schleusenkanal ab. Der Wasserweg führt dann Richtung Westen zum Wasser- und Schifffahrtsamt (oben rechts zu sehen), Richtung Osten zum Freibad.

Hafenbrücke

   
Seit dem Herbst 2002 wird der östliche Hafen von einer Brücke überspannt, die von der Elbuferstraße auf die Halbinsel führt. Sie entstand im Zuge des Projekts Geesthacht-an-die-Elbe, genau so wie der Fähranleger, der 2003 in Verlängerung der Hafenbrücke an der Elbe gebaut wurde und im Rahmen des 1. Elbeschifffahrtstages im Oktober 2003 eingeweiht wurde.
   

oberer Schleusenkanal

   
Dort ist auch die östliche Zufahrt in den Schleusenkanal (Oberer Schleusenkanal), der mit den Schiffsanlegestellen vor der Schleuse "endet". An diesem Abschnitt des Schleusenkanals fahren Sie auf mehreren Radtouren entlang.
   

unterer Schleusenkanal

   
Hinter der Schleuse führt der Kanal weiter als Unterer Schleusenkanal bis nach Altengamme, wo er etwa auf Höhe des Horster Dammes in die Elbe mündet. Dort liegen auch die beiden Teiche am Elbeschöpfwerk, Reste des alten Elbeverlaufs.
   

Containerumschlagsplatz


In jüngster Zeit (Stand März 2007) taucht in der örtlichen Presse immer wieder die Schlagzeile:
"Container-Taxis von Geesthacht in den Hamburger Hafen" auf.
Geesthacht lässt prüfen, ob sich ein Neubau eines Binnenhafens mit Containerumschlag und Containerpackstation wirtschaftlich rechnet. Man erwartet, dass die Verkehrsinfrastruktur in Hamburg nicht ausreicht, um den wachsenden Containerumschlag allein zu bewältigen. Containertaxis könnten dann u. a. von Geesthacht aus die Verbindung zwischen Straße und Schiff herstellen.
Alle Varianten sehen vor, dass Arbeitsflächen hochwassersicher vom Leitdamm in den Schleusenkanal gebaut werden. Die Fläche läge dann wahrscheinlich auf Höhe des Mischwerkes.

   
Auf dieser Höhe des unteren Schleusenkanals könnte der neue Binnenhafen entstehen.