Geesthacht Schleuse

Sonnenuntergang an der Geesthachter Schleuse

Informationen zur Schleuse

Durch die Staustufe entstand ein Gefälle, das den Bau des Schleusenkanals mit der Doppelkammerschleuse in Geesthacht unumgänglich machte, um die Schifffahrt aufrecht zu erhalten.
Von 1957 bis 1959 wurde zunächst die Südkammer vollständig gebaut, außerdem schon Teile der Nordkammer. Die Kammern wurden sehr groß gebaut, damit z.B gekoppelte Schleppverbände ohne Entkoppeln durchgeschleust werden konnten. Von 1978 bis 1981 wurde dann auch die Nordkammer fertiggestellt.
Die Kammerlänge von 239m und die Breite von 25m erlaubt es, 4 so genannte Europaschiffe von 1350t oder 8 Schiffe mit etwa 500t oder 1 Schubverband in zweigliedriger Zwillingsformation (183m lang, 23m breit) oder 2 zweigliedrige Schubverbände gleichzeitig zu schleusen. Die beiden Kammern arbeiten oft im Verbund, können aber auch völlig unabhängig betrieben werden.
Die Schleusentore sind Hubtore, für deren elektromechanischen Antrieb nur wenig Antriebskräfte erforderlich sind, da die Gegengewichte in den Tortürmen das Torgewicht nahezu ausgleichen. Das Füllen der Kammern geschieht schwallfrei durch ein Anheben des Obertores (2/3 der Wassermenge) und durch das Zuführen von Wasser oberhalb des Untertores über einen Kanal in der Mittelmauer. Entsprechend erfolgt das Entleeren der Kammern.

   
Ausfahrt aus Südkammer Richtung Hamburg In der Südkammer kurz vor der Ausschleusung
 
Ausfahrt aus der Südkammer Richtung Lauenburg