Brut und Küken

Frühzeitig angekommene Störche haben bis Mitte Mai die ersten Küken nach 31 bis 32 Tagen ausgebrütet. Allerdings lassen sich die meisten Küken mit dem Schlüpfen bis Anfang Juni Zeit. Ausnahmen bestätigen hier aber insbesondere die Regel. Zunächst werden sie ständig von den Altvögeln gehudert, indem ein Altvogel zum Schutz der Nestlinge mit ausgebreiteten Flügeln über den Kleinen liegt. Der Nachwuchs verlangt dann intensiv nach Futter, das bei den jungen Küken aus weicher Nahrung wie Regenwürmern, Insekten und deren Larven oder Kaulquappen besteht. Es ist stets in Schleim gehüllt und teilweise vorverdaut. Die Nahrung wird vom Altstorch im Nest ausgewürgt und von den Jungvögeln vom Boden aufgenommen. Frösche, Eidechsen oder gar Mäuse sind jetzt noch zu groß. Ist es den Jungvögeln zu warm, fliegt der Altstorch auch mal zum Wasserholen, das anschließend äußerlich wie innerlich zur Kühlung dient.

Wasser bringen


Nach dem Schlüpfen müssen die Küken weiter warm gehalten werden, da ihr Federkleid noch nicht vollständig ausgebildet ist. Aus demselben Grund sind sie auch sehr empfindlich gegen längere Regenperioden. Ein Elternteil übernimmt die Nahrungssuche, während der Partner am Nest verweilt, um die Küken zu wärmen und gegen Greifvögel, Krähen oder auch vagabundierende Artgenossen zu beschützen. Der Altvogel steht bei starker Sonneneinstrahlung zwischen den Küken und der Sonne, um die nicht vollständig befiederten Jungen vor zu intensiver Bestrahlung zu bewahren.