Der Horst

Im zeitigen Frühjahr kehren die Störche aus ihren Winterquartieren in die Brutgebiete zurück. Sie suchen Jahr für Jahr ihr altes Nest wieder auf, reinigen es und bessern es mit fingerdicken Zweigen aus. Stroh und Gras, bisweilen leider auch Müll oder Plastikabfälle, dienen zur Auspolsterung.
Sie sind ihrem Nest treu, das in natürlicher Umgebung hoch auf Bäumen oder Felsen angelegt ist, damit es leicht angeflogen werden kann. In unserer Zivilisation haben Dächer, Türme, Masten oder Schornsteine die natürlichen Nistunterlagen ersetzt. Gerne nimmt der Storch auch die speziell für ihn errichteten Nisthilfen, oft alte Wagenräder oder Metall- und Holzkonstruktionen, auf Dächern oder freistehenden Masten an.

verschiedene Horste (bitte anklicken)


Ständig tragen die Störche, auch während der Zeit des Fütterns, Nistmaterial zum Nest. Im Verlauf der Jahre entsteht auf diese Weise mancher Turm von 2 m Durchmesser, 2 m Höhe und einem Gewicht von 2 Tonnen, der auch schon mal einen Mast abknicken lassen kann.


Oft bieten die Horste Untermietern - Dohlen, Spatzen und Staren - perfekte Nistmöglichkeiten. In manchen Nestern herrscht ein reges Kommen und Gehen der Untermieter, während solche Aktionen bei den Störchen manchmal lange auf sich warten lassen.

Spatzen als Untermieter