Neue Nisthilfe für den Avendorfer Storch

Endlich, rechtzeitig zum Beginn der neuen Brutperiode, bekam der Storch in Avendorf wieder ein Nest.

Bei einem Herbststurm gegen Ende September war das Nest des Storches fortgeweht, der im letzten Jahr als blauer Storch Berühmtheit erlangt hat. Die Störche waren glücklicherweise schon in Richtung Winterquartier abgeflogen.
Der Storchenvater des Landkreises Harburg, Herr Steinert, brachte am Mittwoch, dem 19. Januar 2011, den neuen Nestunterbau mit der Unterstützung eines ehrenamtlichen Helfers in der Krone der Eiche an, nachdem er zuvor ein Stück des Stammes entfernt und die Tauglichkeit des Holzes begutachtet hatte.

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Der Einbau der Nestbasis war schwierig, da die Hebebühne teilweise durch die unteren Äste der Eiche manövriert werden musste, ohne an dem Baum größere Schäden zu verursachen. Wegen des ungünstigen Standortes befand sich der Wagen, laut Aussage des Hebebühnenführers manchmal an der Stabilitätsgrenze.

Hart an der Stabilitätsgrenze

Aber alles ist reibungslos abgelaufen und das neue Bauwerk wirkt sehr einladend. Niemand zweifelt daran, dass die Störche, die sehr standorttreu sind, es erneut beziehen.
Die Nisthilfe befindet sich etwa in 25 Metern Höhe. Sie liegt damit ungefähr zwei Meter höher als die Astgabel, in der die Störche vor einigen Jahren ihr Nest ohne künstlichen Unterbau errichtet hatten. Der Unterbau besteht aus einem feuerverzinkten, mit Speichen versehenen Stahlring an dem Herr Steinert zusätzlich Eichenäste als Unterlage befestigt hat.
Der Ring, der mittels einer angeschweißten Stahlkappe auf dem präparierten Eichenstamm angeschraubt wurde, ist am Stamm zusätzlich mit vier Stahlstreben gesichert.
Er besitzt einen Durchmesser von 130 cm.

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Weitere Helfer vor Ort waren Herr Hülskämper vom NABU, der sich mit Herrn Steinert zusammen um die Überprüfung der Nester im Landkreis kümmert und ein Avendorfer Bürger, der in Horstnähe wohnt.
Die Aktion, Nestunterbau, Hebebühnenwagen und weitere Kosten, wurde von der Sparkasse Harburg-Buxtehude gesponsert. Der Nestunterbau kostete etwa 400 Euro.

Der angemietete Kran- und Arbeitsbühnenwagen